Mittwoch, 24. Dezember 2014

East Cape - Te Urewera National Park - Wellington - Motueka

Hallo Leute,

wir sinds. Es geht also wieder auf die Straße, das bedeutet fahren, campen, schlafen im Auto und die Mittagsmahlzeiten werden wieder etwas fettiger ausfallen. Es gibt Fish' n Chips und Burger, Sushi, manchmal Chinanudeln, das sind so die billigsten Mahlzeiten die wir viel zu oft essen. Aber es ist halt günstig und macht ziemlich lange satt. Noch ein Abschiedsfoto mit unseren Gast- und Arbeitgebern und ab geht's in den wilden Osten Neuseelands.


Die ohnehin schon geringe Bevölkerungsdichte nimmt weiter ab, besonders Weiße trifft man kaum noch, alles östlich von Opotiki scheint in Maorihand zu sein. Ortschaften, sofern man diese spärlichen Ansammlungen von Häusern so nennen kann, werden immer rarer. Man kann eine halbe Stunde Auto fahren ohne ein Haus, Mensch, Hund, Katze oder Maus zu sehen. Es kommt einem auch niemand entgegen. Die Straße, die sich hier an der Küste entlang schlängelt, bietet spektakuläre Aussichten und ist praktisch leer, da kann man auch gefahrlos seine Kühe bewegen.


Wir halten an einem langen Steg, der schon seine besten Jahre hinter sich hat. Kurz die Angel rein - nichts, weiter.


Wir besuchen inzwischen nur noch kostenlose Zeltplätze, außer wenn wir mal eine Dusche brauchen. Auf diesen gibt es meistens nur ein Plumpsklo, manchmal auch Wasser, das abgekocht werden sollte. Einen solchen finden wir dank der NZ Camping App auch am East Cape, oder besser gesagt kurz davor.
Das eigentliche East Cape, inklusive Leuchtturm, befindet sich noch zehn Minuten mit dem Auto, weiter die Schotterstraße entlang. Trotzdem gibt es schon reichlich Hinweise darauf, daß wir jetzt am östlichsten Punkt der Welt sind. Hier ist die östlichste Tankstelle, dort ist das östlichste Cafe, und wir sind auf dem östlichsten Zeltplatz - und da, da ist ja auch die östlichste Kunstausstellung der Welt! Interessant, was sich mit Strandgut alles anstellen läßt.




Okay, okay, wir haben es kapiert, hier geht also die Sonne zu aller erst auf, die Frage lautet nun aber Wann? Unter uns Campern entwickelt sich eine heiße Debatte, Google fragen geht nicht, auf dem östlichsten Zeltplatz der Welt gibt es nämlich genau null verfügbare Mobilfunknetze - was allerdings auch für viele andere zutrifft. Einige überlegen wohl, morgen früh zum Leuchtturm zu fahren und sich das Spektakel anzusehen.

Wir schlafen aus, das bedeutet in der Regel irgendwas zwischen halb acht und halb neun. Die Sonne ist natürlich schon aufgegangen - hinter einer dicken Schicht Wolken. Wir fahren trotzdem zum Leuchtturm. Natürlich gibt es auch hier wieder einen... na? einen Track, genau.

Leuchttürme haben die Eigenschaft, besonders vom Wasser aus, sehr gut sichtbar zu sein. Um dies zu erreichen baut man sie bevorzugt auf Hügeln, sofern es welche gibt. Wie ihr sicherlich schon mitbekommen habt, gibt es hier sehr, sehr, sehr viele Hügel. Darum besteht der Track diesmal ausschließlich aus Stufen, und zwar aus sehr, sehr, sehr vielen Stufen. Wir steigen 20 Minuten lang Treppen.


Oben angekommen holen wir erst mal tief Luft, soll ja gesund sein, so frische Luft am Meer. Wie versprochen steht hier ein Leuchtturm und die Aussicht ist ganz passabel. Wir strammen unsere Waden und steigen die Treppe auch wieder hinunter.


Von Meg und Mike haben wir einen Tipp bekommen. Es handelt sich um ein Kanu, so an die 100 Meter lang, welches die Maoris vor vielen Jahren gebaut haben. Es wurde jedoch nie zu Wasser gelassen, weil man davon ausgegangen ist, dass es aufgrund der hohen Last, einfach in der Mitte durchbrechen würde. So blieb es also einfach an Land und rottet jetzt vor sich hin.




Die Kiwis sind ja bekannt für ihr Improvisationstalent. Da darf man sich auch nicht wundern wenn statt Briefkästen, ausrangierte Mikrowellen vor den Einfahrten auf Post warten. Man kann sie verschließen und die Post bleibt trocken.



Etwas weiter südlich, gibt es wieder einen langen Steg, deutlich länger und besser gewartet. Wir werfen unsere Köder aus, aber bis auf ein paar kleine Bisse interessiert sich niemand dafür. Langsam kommen auch immer mehr örtliche Angler. Der eine hängt ein netzartiges Gebilde mit etwas Köder drin ins Wasser und bindet es am Steg an. Eine halbe Stunde später kommt er wieder, zieht es raus und befördert eine Languste zu Tage.



Wir fahren auf eine kleine Halbinsel, die uns Ulrike und Bernie empfohlen haben, Mahia Peninsula, ein kleiner flacher Fluss fließt hier ins Meer. Die Gezeiten drücken bei Flut immer Salzwasser in die Mündung, bei Ebbe fließt alles wieder ins Meer. Ein paar Lokale ziehen ein Netz, an Stöcken befestigt, durch den Fluss und fangen eine Flunder.

Als nächstes verschlägt es uns in den Te Urewera National Park. Eine laaaaange, sehr kurvenreiche, verschlungene Schotterstraße führt von Waiora aus nach Norden. Im Gebiet des Nationalparkes gibt es diverse Seen, unzählige Tracks zum Wandern, Flüsse, Wasserfälle, Regenwälder, waghalsige Felsformationen und Steine die so weich sind, dass man sie mit den Fingern zerreiben kann... wie immer das volle Programm. Man munkelt, in den hiesigen Seen und Flüssen sollen sich die Forellen stapeln. Es gibt sogar einen See, in dem eine Insel ist. Auf dieser Insel befindet sich ein weiterer See in dem sich wiederum eine Insel befindet.

Da der Weg hier hoch so beschwerlich war, bleiben wir noch eine Nacht. Nachdem wir gerade von einem Campingplatz mit Dusche kommen, nehmen wir also wieder einen kostenlosen.

Das Wetter meint es nicht so gut mit uns. Es regnet viel seit einiger Zeit, aber nur einen ganz feinen Nieselregen. Es ist, als ob das Wasser, welches verdunstet, sofort wieder am feinen Nieselregen kondensiert und zu weiterem Nieselregen wird - ein Teufelskreis. Daher haben wir es doch tatsächlich versäumt ein gescheites Bild von dem See zu machen. Immerhin habe ich einen der vielen Schwarzen Schwäne festgehalten, die hier leben und die Wiese abwatscheln.


Der Campinganhänger im Hintergrund scheint unbewohnt, ist er aber nicht, plötzlich kommen zwei Typen mit Auto und Bootsanhänger inklusive Boot angefahren und packen ihren Fang aus. Braune Forellen, vom Boot aus mit Fliegenrute gefangen. Sie bezeichnen sich ganz unverhohlen als Neuseelands beste Fliegenfischer. Stefan bekommt eine Unterrichtseinheit, wie man denn nun genau solch eine Rute überhaupt auswirft. Eine sehr spezielle Art zu fischen.

Es ist soweit, mein Geburtstag steht an. Der Nieselregen hat ins im Griff, Stefan lädt mich zum Essen ein und ich spendiere eine Flasche Ouzo. Die Party findet also im Wohnzimmer statt.


Leicht verkatert bewegen wir uns weiter Richtung Wellington. Dabei fahren wir durch den Ort mit dem längsten Namen der Welt. Es ist so schon nicht leicht, die vielen Namen der Städte in Maorisprache mit englischem Kiwiakzent auszusprechen, geschweige denn, sie sich zu merken. Ihr könnt es ja gerne mal versuchen.


In ein paar Tagen fährt unsere Fähre nach Picton auf die Südinsel. Leider haben wir etwas zu spät gebucht und nur noch die Nachtfähre, welche um 2.30 Uhr morgens ablegt, bekommen. Wir verabreden uns mit Lee. Als ich vor vier Jahren auf der Südinsel war, habe ich eine Zeitlang für sie gearbeitet. Sie lebt jetzt in Wellington im ehemaligen Haus ihrer Mutter mit ihren zwei Kindern Jesse (14) und Tui (9).

Wir bleiben eine Nacht bei ihr, besuchen das kostenlose Te Papa Museum, den Hafen und die bekannte Cuba Street, gehen zusammen Essen und unterhalten uns über vergangene Zeiten. Es ist fast so, als hätte ich sie gestern zum letzten Mal gesehen.

Hafenpromenade


Cuba Street
Sprungturm am Hafengelände
Wellington bei Nacht
Wir nehmen die Fähre nach Picton, ich habe versucht etwas vorzuschlafen. Check In, auf die Fähre fahren, ablegen und auf gehts. Das Autodeck ist voll, aber auf den Passagierdecks ist reichlich Platz. Dreieinhalb Stunden später erreichen wir das Ziel. Seit wir in Wellington waren, hat sich der Regen verzogen. Die Sonne geht auf.


Ich esse noch ein paar von unseren Mandarinen und Stefan bestellt sich ein anständiges Frühstück.


Jetzt noch rückwärts einparken, und die Südinsel liegt uns zu Füßen.


Nun müssen wir aber wirklich los zum Autodeck, sonst fahren wir wieder zurück auf die Nordinsel. Wir steuern den nächstbesten kostenlosen Campingplatz an und nehmen noch ein Mütze Schlaf.

In zwei Wochen haben wir eine kleine Hütte für Silvester in der Nähe von Murchison gebucht. In einem Gebiet mit 4 großen Flüssen voller Forellen - hoffentlich. Es macht keinen Sinn jetzt den Süden der Insel zu erkunden und dann wieder zurück nach Norden zu fahren wo unsere Hütte ist. Lee hat einen Freund von sich angerufen und gefragt ob wir bei ihm über Weihnachten wooffen können. Normalerweise nimmt er nur nette Mädchen, aber wir können gern vorbeikommen, im Moment ist keiner da. Er wohnt in einem Tal durch den sich der Motueka Fluss windet. Ngatimoti. Greenhill Road. Das letzte Haus am Ende der Schotterstraße. Mike.

Eine dicke Schicht Wolken schiebt sich durch das Tal. Wir sind schon gespannt was für Arbeiten auf uns warten.


Der Weihnachtsmann kommt hier in Neuseeland selbstverständlich nicht auf einem von Rentieren gezogenen Schlitten. Erstens gibt es hier keine Rentiere und zweitens auch keinen Schnee, außer in den Bergen. Die bevorzugten Fortbewegungsmittel auf denen ich ihn gesehen habe, waren entweder auf dem Surfbrett, im Hubschrauber oder im Postauto. Also lieber Santa, hier ist mein Wunschzettel für dieses Jahr.

Dear Santa, this year all i want for xmas is a fat bank account and a skinny body. Lets try not to mix the 2 up, like you did last year!


Seid ganz lieb gegrüßt. Ein frohes Fest im Kreise eurer liebsten wünschen euch Stefan und Andreas.


Sonntag, 7. Dezember 2014

Woofing 1

Hallo zu Hause,

der Urlaub macht jetzt erst mal Pause und wir betätigen uns ein wenig im Treppenbau. Wir arbeiten von ca.10.00 Uhr bis 16.00 Uhr mit reichlich Pausen und Mittag essen zwischendurch. Unsere Gastgeber versorgen uns mit Nahrung und Unterkunft, im Gegenzug bauen wir einen begehbaren Weg den Abhang vor der Tür hinunter. Dazu schneiden wir Bretter und spitzen Pfähle an.



Letztere werden dann mit ordentlich Karacho im Erdboden versenkt.


Dann wird vor gebohrt, kurz die Wasserwaage drüber gehalten und vier saftige Nägel verbinden dann das Brett mit den Pfählen zu den ersten Stufen.



Nach der Arbeit gehen wir erfolgreich keine Fische aus dem Pazifik angeln, oder begleiten Meg und Mike z.B. zum Vogelkundeunterricht. Die beiden engagieren sich sehr für den örtlichen Artenschutz. Sie stellen Fallen im Bush auf, um Possums, Ratten und andere Vogelfeinde zu vernichten, legen Schutzgebiete für Vögel in den Dünen an, die im Winter von der Arktis aus hierher fliegen und klären die nächste Generation über die heimische Vogelwelt auf.


Alles was vier Beine hat ist schlecht, alles was zwei Beine hat ist gut. Das können sich die kleinen gut merken. Wir machen eine Wanderung auf eine kleine Landzunge, von der aus man die Vögel beobachten kann, also her gehört, ihr müsst ganz still sein, sonst vertreiben wir sie alle.


Mit einem kleinen Teleskop kann man dann die Vögel hervorragend beobachten.


Ein Stück weiter abwärts auf unserer Baustelle liegen ein paar umgestürtzte Bäume die uns den Weg blockieren. Vor ca. 10 Jahren ist hier nach einem heftigen Regenguss ein ganzes Stück vom Hügel abgerutscht. Das Nachbarhaus wäre beinahe mit runter gerutscht, die Bewohner sind dann ausgezogen, sie haben sich nicht mehr wohl gefühlt. Jedenfalls liegen hier noch ein paar Bäume die aus dem Weg geschafft werden müssen. Dummerweise ist gerade jetzt die 30 Jahre alte Kettensäge kaputt gegangen. Tja, da hilft wohl alles nichts außer pure Muskelkraft.

Wie man vielleicht erkennen kann, sind Fortbewegungsmöglichkeiten und Arbeitshaltung nicht immer optimal, da kommt man um ein paar Kratzer leider nicht drumherum.

Dass unsere Gastgeber sehr vogelfreundlich sind, hat auch eine Weka Familie mitbekommen. Die kommt hier regelmäßig vorbei und schaut, ob sich nicht noch ein paar Essensreste für ihre Jungen auftreiben lassen.


Ein anderes mal nimmt uns Mike mit auf einen Walk um ein paar Mandarinen zu pflücken. Natürlich zeigt er uns auch gerne was es sonst noch hier in der Nähe zu sehen gibt. Wir kontrollieren die Fallen und bringen neue Köder an, machen einen kleinen Abstecher zum Wasserfall und zu den Glühwürmchen und natürlich gehen wir auch zum Aussichtpunkt, von dem aus man den ganzen Ohiwa Harbour überblicken kann.

Im Moment blühen hier gerade die Pohutukawa Bäume die es wie viele andere Pflanzen und Vögel nur hier in Neuseeland gibt. Eine wahre Pracht.

Mike kennt hier jeden noch so kleinen Track, weiß von Gräsern, Klee, Muscheln und sowieso von Vögeln zu erzählen. Er erklärt uns Unterschiede zwischen Pflanzen, die scheinbar völlig gleich Aussehen und zeigt uns Wege, die wir alleine nie gegangen wären.


Eigentlich wollten wir ja Mandarinen pflücken gehen, aber was heißt hier eigentlich? Gesagt, getan.



Wir hauen uns die Rücksäcke voll und werden noch eine ganze Weile davon zehren. Die Schale ist sehr dick aber sie sind sehr aromatisch, süß und saftig.

Am Samstag fährt Meg mit einem Charterboot zum Fischen. Sie bring uns leckeren Fisch mit, der frisch zum Abendbrot zubereitet wird. Wenn wir schon selbst keinen fangen, können wir wenigstens welchen essen. Das gibt wieder Energie für weitere Stufen.


Der Sommer hat inzwischen Einzug gehalten, es wird immer wärmer, der große, grelle Stern da oben treibt uns den Schweiß aus allen Poren. Die direkte Sonne ist hier unglaublich heiß. Je weiter unsere Treppe nach unten reicht, desto weiter müssen wir auch wieder hoch laufen um neue Bretter zu sägen. Am Abend versuchen wir so gut es geht unseren Flüssigkeitsverlust auszugleichen.



Das Holz geht uns langsam aus. Wir sammeln und sägen zurecht, was sich noch in diversen Schuppen verbirgt bis der letzte Pfahl eingeschlagen und das letzte Brett angenagelt ist. Wir haben es leider nicht bis ganz unten geschafft, aber es fehlt nur noch ein kleines Stückchen. Ich finde das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.




Das leben am Meer wird natürlich auch von den Gezeiten geprägt. Auf der Küchenuhr gibt es einen dritten Zeiger, der den aktuellen Stand und die Vorhersage für die nächsten 6 Stunden anzeigt.


Es ist Sonntag. Morgen werden wir weiter Richtung East Cape fahren. Wir nehmen ein paar kleinere Reparaturen am Auto vor, solange wir noch Mikes Werkzeug nutzen können, füllen unsere Wasservorräte auf und waschen unsere durchgeschwitzten Sachen. Nach einer Stunde auf der Wäscheleine ist alles Furztrocken.

Zum Abschied kochen wir diesmal für unsere Gastgeber. Es gibt Kartoffelbrei mit Spinat, Rührei und Buletten.

Stefan ließt ein Buch und ich schreibe noch ein paar Geschichten Richtung Heimat.


Liebe Grüße und bis bald,
Stefan und Andreas.

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Coromandel bis Ohiwa

Hallo Leute,

wir mäandern uns weiter in Richtung Süden auf dieser wunderschönen Halbinsel. Als Andenken an die Stony Bay nehmen wir die Spuren der ersten Sandflybisse mit.

Nach 1-2 Tagen setzt ein Juckreiz ein, welchem mit Kratzen eine ungeheure Befriedigung und ein wiederum gesteigerter Juckreiz abgewonnen werden kann. Wer sich in diese Spirale hinein steigert wird bluten! Wir geben unser Bestes dem Verlangen so gut es geht zu widerstehen, dumm nur wenn man im Schlaf der Versuchung erliegt.

Ein weiterer Walk steht an. Wir wandern zum Cathedral Cove, ein von Wellen und Gezeiten geformter Felsen zum durchlaufen. Steter Tropfen höhlt den Stein.

Die Kraft des Wasser bringt interessante Formen hervor. Irgendwann wird auch dieser Klotz zu feinem, weißen Sand zerrieben sein.

Weiter gehts zum Hot Water Beach, an dem sich Heerscharen von Touristen einen kleinen Spaten ausleihen, um damit am Strand ein kleines Loch zu buddeln. Da versuchen sie sich dann rein zulegen und freuen sich wenn sie eine Stelle mit warmen Wasser gefunden haben... - weiter.

Natürlich versuchen wir weiterhin zu jeder Gelegenheit essbares aus dem Pazifik zu fischen. Leider ohne Erfolg.


Wir beschließen in den nächsten paar Tagen vorzugsweise an den zahlreichen Flüssen zu campen, um dort ein paar Forellen zu fangen und gelangen so in den Coromandel Forest Park. Die Flüsse führen glasklares Wasser und man kann deutlich sehen, dass sich darin kein einziger Fisch verbirgt.

Ok, scheint wohl doch etwas zu flach zu sein. Das gleiche Bild zeigt sich bei den nächsten beiden Campingplätzen/Flüssen. Gehen wir halt mal wieder auf einen Walk. Dieses mal zu einem Wasserfall.

Der Track ist gut ausgebaut. Wir schlängeln uns durch den Bush, ein paar steilere Abschnitte bringen unseren Kreislauf in Schwung. Eine Stunde und ein paar Brücken später landen wir auf einer Aussichtsplattform, von der aus man das Wasser beim fallen beobachten kann.

In der Mitte und ganz unten sind zwei Becken zum schwimmen. Ein extrem steiler Abstieg, der offensichtlich nicht zum Track gehört bringt uns nach unten. Huh, ich bade die Füße, für den Rest des Körpers ist es mir einfach zu kalt. Um uns den krassen Anstieg auf dem Rückweg zu ersparen, entscheiden wir uns abzukürzen und einfach den Fluss hinunter zu laufen. Das geht teilweise ganz gut, teilweise müssen wir kleine Haken durch den Bush schlagen, diesmal ganz ohne Track.

Da kommt schon eine der Brücken, die wir auf dem Hinweg überquert haben, also zurück auf den Wanderweg und sicher zum Campingplatz.

Wir suchen nochmal einen Angelladen auf, um uns mit weiteren Kunstködern auszustatten. Der Verkäufer ist sehr auskunftsfreudig und gibt uns ein paar Tipps, wo denn nun die Forellen auf unsere Haken warten - nichts wie hin da. Klar, es gibt wieder einen Track, diesmal eher mäßig begehbar. Der Regen der vergangenen Nacht und die Angelruten und Ausrüstung in der Hand machen die Sache auch nicht leichter. Das Ufer ist derart bewachsen, dass wir den Fluss kaum erreichen. Wir fangen nichts. Dafür sind unsere Füße nass und unsere Schuhe von einer braunen Schicht Matsch überzogen.

Noch eine Nacht bis wir in Ohiwa zum wwoofen verabredet sind. Da wir jetzt den Golf von Hauraki, den Pazifik und diverse Flüsse beangelt haben, fehlt uns noch ein See auf unserer Liste, also ab Richtung Rotorua.

Ein Gebiet mit vulkanischen Aktivitäten, die Stadt stinkt nach faulen Eiern.

Von den vielen Seen in der Region suchen uns den Okareka See aus und werfen die Routen von einer Steilwand aus. Man kann den Köder im Wasser gut erkennen - glasklar. Plötzlich sehe ich einen großen Brocken meinem Köder hinterher schwimmen. Jetzt schnapp doch zu! Nein, leider wieder nichts.

Je später der Abend desto voller der Campingplatz. Wir trinken noch ein Bier und schauen auf den See. Morgen gibt es wieder ein richtiges Bett und vernünftiges Essen.

Am frühen Nachmittag kommen wir in Ohiwa an. Der Briefkasten mit der Adresse ist schnell gefunden, aber wo ist das Haus? Natürlich, der kleine Weg hier, der steil bergauf geht und ganz und gar nicht danach aussieht führt auf einen kleinen Hügel zum vorletzten Haus am Ende des Weges - Fantail Cottage

Hier wohnen also Meg und Mike, nebenan steht ein Wohnwagen an den eine kleine Hütte angebaut ist. Das wird wohl unser zu Hause für die nächste Woche sein. Wir treffen Mike und zwei Freunde von ihm an, die uns noch etwas verkatert von ihrer "Alice im Wunderland" Party begrüßen. Unser Job für die nächsten Tage: Treppen bauen, die den Hügel hinunter zum Strand führen, wo die Kajaks liegen. Somit haben Meg und Mike einen eigenen Zugang zum Grundstück und sind nicht auf den öffentlichen Weg angewiesen. Die Aussicht ist wiedermal vorzüglich.


So weit bis hierhin. Seid ganz lieb gegrüßt. Bis bald.
eure Reisenden.

Freitag, 21. November 2014

Waiuku bis Coromandel

Liebe Leute,


Natürlich ist es logisch, daß wenn wir am Dienstag ankommen, der nächste Tag ein Mittwoch ist. Dass Mittwoch Quiz-Night in Waiuku ist, hatte ich jedoch nicht mehr auf dem Schirm. Was solls, da muss man halt mit. Außerdem gabs ein Wiedersehen mit Andy, der inzwischen kurze Haare hat und mit Bernie Häuser baut.


In den nächsten Tagen versuchen wir ein Auto zu finden, was uns beim zweiten Ausflug nach Auckland auch gelingt: Honda Odyssey, Baujahr 95, 230.000 km. Dabei haben wir den Schlafkomfort, gegen Fahrkomfort und Allradantrieb eingetauscht. Bis jetzt funktioniert das so ganz gut.


Natürlich vergessen wir Sandros Geburtstag nicht und stoßen mit Ulrike und Bernie darauf an. Neues Getränk: Guaven-Annanas-Saft mit Wodka. Mhh. Happy Birthday Sandro!


Langsam wird es Zeit die Sachen zu packen und endlich raus zu gehen. Raus aus der Sadt, raus aus der Komfortzone, rein in die Natur, rein ins wilde Neuseeland. Die Entscheidung lag auf der Hand, Coromandel, die Halbinsel gute 150 km von Auckland entfernt, praktisch gleich um die Ecke.

Vorher galt es noch diverse Ausrüstungsgegenstände zum campen kaufen wie z.B.: Matratze fürs Auto - im Warehouse 170,- für ein Stück Schaumstoff, im 2nd Hand Store 3,- für eine benutzte aber dicke Federkernmatratze - , Espressomaschine, Dosenöffner, Filetiermesser (zur Fischverarbeitung), Wäscheleine und Klammern, Bodum Kaffeemaschine und ein paar Kisten um alles zu verstauen. Einen Gaskocher, Geschirr, Besteck und Stühle gab es schon zum Auto dazu.

Erster halt Thames, das Tor zur Halbinsel: Ein Angelladen wird von uns aufgesucht und um 3 Ruten, Sehne, Köder und Haken erleichtert. Natürlich im Gegenzug um ein paar 100$ reicher.

Erste Campingnacht: Wildcampen am Strassenrand. Einem Ortsansässigen scheint das nicht zu gefallen, daher werden wir am nächsten Morgen von einem DOC (Department of Conservasion) Mitarbeiter angesprochen: "Free Camping ist hier nicht gestattet. Das kostet 200,-$ Strafe, ich will euch aber kein Geld abknöpfen, also komm mal mit rüber zu meinem Auto und wir tun so, als ob du mir jetzt 200,-$ gibst. Der Typ der angerufen hat sitzt nämlich in dem Haus da drüben hinter der Gardine" - "Cool, thanks man, sorry for free camping"

Seit dem suchen wir offizielle Campingplätze auf und zahlen 10,-$ pro Nase.

Wir übernachten auf dem Fantail Campground auf Far North Coromandel. Die Straßen sind nicht mehr asphaltiert und teilweise sehr schmal. Es geht hoch und runter und nur äußerst selten geradeaus.


Die ersten Versuche einen Fisch aus dem Wasser zu holen enden mit dem Verlust diverser Haken und Köder.



Gut. Gehen wir halt mal auf einen Walk der hier direkt am Campground startet. Es ist steil, sehr steil, zu steil. Puhh, nach 30 Minuten kehren wir um.

Okay, okay wir lassen uns nicht entmutigen, nehmen eine kalte Dusche am nächsten Morgen und fahren weiter zum Stony Bay Campground. Ein großer Campingplatz der kaum besucht ist, es ist halt noch Vorsaison.

Natürlich schnappen wir uns die Angeln und versuchen unser Glück. Wir sind jetzt auf der Pazifikseite in einer Bucht. Es gibt hier nicht solche großen Wellen wie im Golf von Hauraki. Der Wind kommt von Westen. Da zuckt die Spitze und ein Fisch hängt am Haken.



Fragt mich nicht wie der heißt, ich hab ihn wieder rein geworfen. Wir bleiben ein paar Nächte hier und unternehmen weitere Versuche etwas essbares zu angeln. Dabei beobachten wir einige Rochen die ganz nah am Ufer vorbei gleiten. Da zuckt wieder die Spitze und wir haben unsere erste Mahlzeit.



Zwar wissen wir auch diesmal nicht was wir da rausgeholt haben, es sieht jedoch zumindest essbar aus. Nun kommt das Filetiermesser zum Einsatz.


Jetzt geben wir noch Salz und Pfeffer dazu, wälzen die Teile in Mehl und ab gehts in die Pfanne. Mhh, sehr lecker. Am nächsten Tag machen wir das gleiche nochmal, mit den gleichen Fischen nur diesmal ohne filetieren. Auch nicht schlecht, aber nicht ganz durch.

Nach dem Abendbrot sitzen wir im Auto und schauen den Wolken beim vorbeiziehen zu, trinken ein paar Bier und wenns dunkel ist gehen wir schlafen.


Dabei fällt uns ein, wir wollten ja noch auf einen Walk gehen. Auch dieser startet direkt am Campground, ein guter Plan für morgen. Frühstück, Kaffee, Zähneputzen und auf gehts.

Das geht sich diesmal viel entspannter an. Es geht zwar auch bergauf aber längst nicht so steil. Es gibt verschiedene Routen, wir entscheiden uns für die Strecke zum Lookout. Eine gute Stunde durch den Bush laufen, auf dem hervorragend ausgebauten Wanderweg, prima! Nette Aussichten gibts bereits zwischendurch.



Nach knapp 5 Kilometern erreichen wir dann endlich das Ziel, ich muss sagen, das hat sich echt gelohnt.


Danach gehts den ganzen Weg wieder zurück. Wir springen schnell in den Pazifik und aufgrund der Wassertemperatur auch schnell wieder raus. Die anschließende kalte Dusche ist dagegen deutlich wärmer.

Ich habe die Strecke per GPS getrackt, kann hier aber leider keine Dateien hochladen. Wen es interessiert, schreibt mir eine Mail und bekommt den Track als .kmz oder .gpx

Der nächste Tag beginnt trübe, wir eintscheiden uns weiter zufahren und einen Campingplatz mit Strom und Internet aufzusuchen, damit ich diesen Post hier absetzten kann.

Liebe Grüße, bis bald.
Walla u. Oere

Kurzgeschichten 2

9.11.2014 - Es ist 4.30 Uhr, wir müssen früh aufstehen. Weiterflug nach Neuseeland mit Stop in Bali und Sydney. Ali bringt uns zum Flughafen. Einchecken, einsteigen und schon sind wir wieder in der Luft.

Wir kommen am Morgen in Bali an, der Anschlussflug geht Abends um 22.00 Uhr. Also Rucksäcke ins Schließfach, Badehandtuch über die Schulter, Geldbörse in die Hose und ab zum Strand. Unglaublich, Bali ist immer noch so heiß und schwül. Aber wir sind ja am Strand und da kann man bekanntlich baden gehen.


Dann noch was essen und ein Bier, das hier bis nahe an Gefrierpunkt gekühlt wird. Noch ein Kaffe und noch ein Bier ein bisschen bloggen und zurück zum Flughafen.

Inzwischen sind wird keine Amateure mehr beim überwinden der zahlreichen Sicherheitschecks und Passkontrollen. Zwischenstopp Sydney, es gibt keine Raucherräume mehr, wir überleben es, Kaffee, warten, Weiterflug nach Auckland - endlich. Wir landen und sind schon wieder todmüde und gejetlagt und es ist kalt, kalt und windig.

Mit Bus und Bahn Richtung Süden, Bernie will uns vom Bahnhof abholen schreibt Ulrike per SMS. Regen, Kälte, warten, das ist er ja! "Hi Bernie! Good to see you again". Wir fahren nach Waiuku, unterwegs wird ein Sixpack geleert, begrüßen Ulrike und werden an diesem Abend nicht sehr alt...

Dienstag, 11. November 2014

BHHH+

Hallo Daheim und anderswo, wir sinds wieder. Bandung hat uns assimiliert. Rere und Ali und diverse andere deutsche, indonesische und internationale Bekanntschaften haben dazu beigetragen, auch die vielen rauchenden Köpfe, die sich täglich neue Programmcodes und Animationen im Haus unserer überragenden Gastgeber ausdenken.


Bandung hat seit vielen Jahren erstmals wieder den nationalen Fußballpokal gewonnen. Womöglich hat unsere Anwesenheit als frisch gebackene Weltmeister die Mannschaft beflügelt? Wahrscheinlicher ist es jedoch, dass der neue Bürgermeister von Bandung die gegnerische Mannschaft "besänftigt" hat.

Seit 3 Tagen ist die ganze Stadt am feiern, was sich auch im ohnehin schon krassen Verkehrsaufkommen bemerkbar macht. Hier fährt man nicht Autokorso sondern Mopedkorso. Manchmal geht einfach gar nichts mehr.



Und wenn es dann doch mal vorwärts geht, ist es laut, chaotisch und gefährlich, zumindest aus der Sicht eines Durchschnittseuropäers.




Jedenfalls tasten wir uns vorsichtig Moped fahrend durch den Großstadtmob, oder werden von Ali und Rere nach Feierabend chauffiert. Wir besuchen einen Massagetempel, der uns auf Grund von Verständigungsproblemen eine 1-stündige Fußreflexzonenmassage verabreicht, ein 5 stöckiges Elektronikshoppingcenter, dessen erste 3 Etagen ausschließlich Mobiltelefonen gewidmet ist. Es gibt auch ein (Moped)parkhaus.


Auch traditionelle indonesische Musik und Tanz lassen wir uns nicht entgehen.




Es gibt hier eine Bar namens "Soldatenkaffe". Dort kann man alle möglichen Relikte aus dem 2. Weltkrieg bewundern. Handgranaten, ein Motorrad, Stahlhelme, Adolf-Portaits und diverse Zitate von ihm. Einmal erlangte das Café internationale Berühmtheit und musste schließen. Ein halbes Jahr später hat es an anderer Stelle wiederöffnet. Zwar gibt es jetzt kein Nazi-Goreng mehr, aber immerhin kommt das Geschirr noch im klassischen Hakenkreuz Design.


Das prägenste Erlebnis war jedoch sicherlich der 150. Jubiläumslauf der Bandung Hash House Harriers. Ali hat uns schon die ganze Woche heiß gemacht, wir waren unschlüssig. Schließlich ist es kein Pappenstiel eine 6 km lange Schnitzeljagd durch den indonesischen Dschungel zu absolvieren. Doch wir waren letztendlich einverstanden, 2 deutsche aus Leipzig und ein Freund von Ali der aus Singapur zu Besuch war, haben auch zugesagt. Wir hatten ja keine Ahnung was uns erwartet. Kurze Einweisung von Veranstalter und los gehts.
Der erste Anstieg in die Berge war ca. 200m lang und so steil, daß man jeden Moment befürchten musste gleich wieder runter zu rutschen. Die Regenzeit hat gerade begonnen, der Boden war dementsprechend aufgeweicht und rutschig. Danach war ich so fertig, daß ich schon fast wieder umkehren wollte. Glücklicherweise gab es danach nur noch kurze Steigungen und Gefälle und tatsächliche auch ebene Wegabschnitte.


Das fiese an der ganzen Sache war, daß derjenige, der die Fährte gelegt hatte, manchmal auch Fallen eingebaut hat. Das heißt, die alle 50m vereinzelt gestreuten Papierschnipsel, führten in eine völlig andere Richtung und hörten dann plötzlich auf. Das Gute daran war, wenn man letzter ist und die Spitze keine Schnipsel mehr findet und umdreht, ist man plötzlich wieder vorn!


Eine deutsche Bekannte von uns ist dann eine halbe Stunde vorm Ziel von einer der zahlreichen Brücken aus zwar robustem aber nassem, rutschigen Bambus gefallen. Die vom aufgeweichten Boden zugeklebten Schuhprofile taten den Rest. Es sah nicht schön aus, zum Glück hat sie aber bis auf ein paar Schürfwunden und nassen Sachen keine ernstahften Verletzungen davongetragen.




Mit der letzten Splittergruppe von ehemals ca. 25 Leuten sind wir dann erschöpft und glücklich wieder am Ausgangspunkt angekommen. Kollateralschäden: Stefan bekam eine Blase an der Ferse und wurde von irgendetwas in den Unterarm gestochen, was ein leichte Schwellung nach sich zog. Ich bin bis auf ein paar Kratzer an den Unterschenkeln vergleichsweise glimpflich davongekommen.
Danach gab es eine große Runde in der die Vorfälle des Hashs und sonstige Ereignisse ausgewertet wurden und endlich das getan wurde, worauf die ganze Aktion von vorn herein eigentlich abzielte: Bier trinken!



Außerdem gabs reichlich zu essen: Bohnen, selbstgemachte Burger und gegrillte Maiskolben. Zwei neue Organisationsmitglieder wurden mit Eiskübeln auf die Namen "sexy phone" und hab ich vergessen getauft. Gegen 22.00 Uhr waren wir wieder zu Hause und blieben auch dort, währen der Rest unserer Truppe (Ali, Rere, Jens und Jessica aus Leipzig, Ina, eine Freundin von Rere und Jan der aus Singapur zu Besuch war) die nächste Bar ansteuerten.

In zwei Tagen geht es weiter nach Neuseeland, bis bald, bis dann.


Mittwoch, 5. November 2014

Tangkuban Parahu

Nachdem der Kulturschock sich gelegt hat und der Jetlag langsam nachlässt, haben wir angefangen die Umgebung selbstständig zu erkunden. Wir haben von Rere und Ali ein Moped bekommen,

180 kg Lebendgewicht sind eine ganz neue Erfahrung für das kleine 100ccm Moped




auf dem wir 20 Minuten fahren können bevor uns der Hintern einschläft, dann Pause machen und weiter gehts. Damit sind wir dann erst mal zum nahe gelegen Schwimmbad gefahren um mal etwas Urlaubsstimmung aufkommen zu lassen.

Was schwimmt denn da hinten in Pool?




Dort gibt es auch eine kleine Küche wo essen und Getränke serviert werden.

Mahlzeit!

Das Essen ist hier übrigens sehr gut. Man wird immer wieder von leckeren neuen Gerichten überrascht.

Am nächsten Tag haben wir uns dann etwas weiter gewagt und wollten uns den Vulkan Tangkuban Parahu anschauen. Trotz Handy-Navi und Wegbeschreibung von Ali haben wir uns jedoch total verfahren und sind dann ein paar Stunden später und etwas genervt wieder zurück zu Ali. Dafür sind wir Abends zu einer muslimischen Hochzeit gefahren, dort gabs natürlich auch wieder sehr leckeres Essen, aber - kein Alkohol. Das war aber nicht so schlimm, wir haben nur gratuliert, Foto mit dem Brautpaar gemacht, gegessen und dann ab in die nächste Bar. Ich versuche noch das Foto zu besorgen, ihr werdet Augen machen...

Sowieso haben wir schon diverse Lokalitäten aufgesucht, immer Abends wenn Ali und Rere Feierabend haben. Einmal haben wir es auf 3 Bars am Abend geschafft, was sich natürlich am nächsten Tag bemerkbar gemacht hat.

Wir wollten uns aber nicht geschlagen geben und haben gestern einen weiteren Versuch unternommen zum Vulkan zu fahren. Diesmal mit Reres Fahrer der mit seinem Moped die Hälfte des Weges vor fuhr. Apropos Fahrer, hier arbeiten nicht nur Programmierer sondern auch eine handvoll Angestellte im Haus die sich um alles mögliche kümmern, putzen, aufräumen, abwaschen, Essen kochen, sodass man hier praktisch von allen alltäglichen Arbeiten entbunden ist. Beispiel: Ich hatte einen kleinen Hautausschlag an der Hand. Sofort wird die Bettwäsche gewechselt, oder: das Moped war etwas schmutzig nach unserem missglückten Versuch zum Vulkan zu fahren, sofort wird das Moped geputzt. Wenn wir in 4 Tagen weiter nach Neuseeland fliegen werden wir vorher nochmal Wäsche waschen, vermutlich ohne einen Handschlag selbst zu erledigen.


Also haben wir diesmal den Weg mit Hilfe Reres Fahrer gefunden und voila:
Tangkuban Parahu.

Jetzt bloß keinen Quatsch machen.
Wie zu erwarten war stinkt es hier nach faulen Eiern, aufgrund der schwefelhaltigen Gase. Es gibt auch haufenweise kleine Buden die Souvenirs und Essen anbieten.


Natürlich kosten es Eintritt wenn man hier hoch (ca. 1800m überm Meeresspiegel) will. Letztes Jahr 50.000 Rp., vor einem halben Jahr 75.000 Rp. und heute 200.000 Rp. pro Person, am Wochenende 300.000 Rp (nur für Ausländer, einheimische zahlen ein Zehntel). Also wir beide plus Moped ca. 30,- €. Da wir schon soviel Zeit, Nerven und Sitzfleisch auf dem Moped investiert hatten haben wir es dann einfach bezahlt. Als Ali davon erfuhr hat er sofort eine Beschwerde geschrieben und mit dem Tourismusverband gedroht.

So das war's erst mal, wir melden uns...


The house of Ali and Rere


Samstag, 1. November 2014

Kurzgeschichten

Knapp 2 Tage unterwegs, unangenehm riechend, 4 Flüge später und sehr müde angekommen in Bandung.

Berlin - Frankfurt ICE
Frankfurt - Dubai A 380
Dubai - Singapur A 380
Singapur - Bali A 320
Bali - Bandung Boeing 737

Flughafen Singapur: Angekommen, erstmal Raucherterasse, Walla holt 2 halbe Liter: 28 US$ weg. 12 Stunden auf Anschlussflug warten. Anschlussflug hat 2 Stunden Verspätung. Christine aus London kennengelernt, arbeitet für National Geographic als Fotografin, Vielfliegerin. Lädt uns in Wartelounge ein. 2 Flaschen Wein und ein Bier später dann in den Flieger. Kosten 0 US$ :)

Flughafen Bandung: Der Anflug war eher taktischer Natur. Kurz vorm einschlagen in die Ghettos unter uns kam dann doch noch eine Landebahn zum Vorschein. Da ist Ali! "Willkommen im Land der Affen".

Linksverkehr choatisch, Stau. Nettes großes Haus. Wohnung und Programmierbude in einem. Wir werden im oberen Gästezimmer einquartiert, sehr nett. Ich habe ernsthaft eine Alarmanlage mit einer Zikade verwechselt.

Klima: Im Vergleich zu Singapur und Bali, wo die Feuchtigkeit in der Luft bei 35 Grad an der eigenen Haut kondensiert, ist es hier schön warm, nicht so feucht und in der Nacht angenehme 20 - 25 Grad.

Abends um 6 geht bei mir gar nichts mehr, ich falle ins Bett und schlafe sofort ein. Bis früh halb viere durchgeratzt. Geräusche: unbekannt, unbekannt, unbekannt, äh...menschliche religiöse Gesänge: Muezzin! bis um vier. Noch n bischen rumliegen, sinnlos, halb 6 aufstehen, duschen, Kaffee, guten Morgen!



Dienstag, 28. Oktober 2014

Feuer

Na, das ist ja lange her. Aber ich versuche es mal wieder. Muss ja oder besser: Sollte weiter gehen! Das hier finde ich ganz schön. Also von der Idee her. Umsetzung auch. Aber die Idee und dass das dann funktioniert.

SPAZUK fire painter from Patrick Peris on Vimeo.

Donnerstag, 4. September 2014

lebenszeichen

hallo bokoroster,
lange nichts erfolgt hier. 



Donnerstag, 24. April 2014

iche!

Hallo alle,
da guckt ich doch mal wieder auf den Bokorost u. dacht mir, krass man, lange nich da, da wird sich einiges eingesammelt haben. aber NÖ, denkste! schon der 2. post war meiner. von vor ...langer Zeit. also was da los? lassen wir doch unser Bokoröstchen nicht einschlafen! wir werden ihn brauchen. zB wenn einer von uns nach Neuseeland geht, nicht wahr? apropos, sehn wa uns am 1. Mai? ick würd mir freun!
c.