ÖRE. buchstäblich O.E.R.E
ein mann wandert tagelang durch die wälder einer wunderschönen natur, endlich breitet sich vor ihm ein wunderschöner see aus. der see glitzert in der sonne, sein wasser ist klar und frisch, genau das, was der wanderer jetzt bräuchte, um sich zu erfrischen. eine abkühlung und erfrischung. der see ist riesengroß, weit und breit ist keine menschenseele. der wanderer schaut auf den see, er erkennt die schönheit dieser situation, das glatte wasser, die dunkelgrünen wälder herum und den blauen himmel mit seiner wärmenden sonne darauf. doch er geht nicht hinein, er entkleidet sich nicht, er steht mit seiner wanderausrüstung, den schweren wanderschuhen und dem roßen rucksack vor dem see und tut nichts, um in das kühlende wasser einzutauchen. er schaut nur über den weiten see und seine augen schmerzen schon von den sonnenstrahlen, die das wasser zurückwerfen.
plötzlich sieht er am ufer eine computertastatur, ein kabel führt direkt aus dem see in die tastatur hinein. der wanderer traut seinen geblendeten augen nicht. kurzerhand setzt sich der wanderer ans ufer des sees direkt vor die tastatur und beginnt einen text in selbigen einzugeben. er beschreibt, wie er nach tagelangem wandern an einen see kommt, seine schönheit bewundert und wie er sich vom gegenlicht der sonne geblendet fühlt. so verbringt der wanderer den ganzen tag damit, die beschreibungen seiner erlebnisse aufzuzeichnen. erst am abend fällt ihm auf, dass die eingabe seiner gedanken und erlebnisse die oberfläche des sees nicht verändert haben. die ganze arbeit schien umsonst. um doch nicht alles umsonst gemacht zu haben, steigt der wanderer in den see und badete teils im frischen wasser, teils in seinen erinnerungen und gedanken.